Frühes Leben und Ausbildung
Jean-Étienne Liotard, ein renommierter Genfer Maler, Kunstkenner und Händler, wurde am 22. Dezember 1702 in Genf, Schweiz, geboren. Seine Eltern, französische Protestanten, waren nach 1685 nach Genf geflohen. Liotards künstlerische Reise begann unter der Anleitung der Professoren Daniel Gardelle und Petitot, deren Emailarbeiten und Miniaturen er mit meisterhafter Geschicklichkeit nachahmte.
Künstlerische Karriere
Liotards Reisen führten ihn in verschiedene europäische Hauptstädte, darunter Paris, Rom, Istanbul und Wien, wo seine Porträts äußerst begehrt waren. Im Jahr 1725 studierte er in Paris bei
Jean-Baptiste Massé und
François Lemoyne. Seine Zeit in Konstantinopel (1738–1742) beeinflusste sein Werk maßgeblich, was in seinen zahlreichen Pasteldarstellungen türkischer häuslicher Szenen deutlich wird.
Bemerkenswerte Werke und Stil
Liotards Meisterschaft des Pastells zeigt sich in Werken wie:
Vermächtnis und spätes Leben
Liotards spätere Jahre waren geprägt von der Veröffentlichung seiner Abhandlung, dem
Traité des principes et des règles de la peinture (1781). Er malte weiterhin Stillleben und Landschaften bis zu seinem Tod am 12. Juni 1789 in Genf.
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