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Martin van Meytens der Jüngere

1695 - 1770

Kurzbiografie

  • Born: 1695, Stockholm, Schweden
  • Works on APS: 2
  • Nationality: Schweden
  • Also known as: martin meytens der jüngere
  • Art period: Frühe Neuzeit
  • Copyright status: Public domain
  • Mehr Details anzeigen
  • Museums on APS:
    • Deutsches Nationalmuseum
    • Wien Museum
  • Lifespan: 75 years
  • Top 3 works:
    • Maria Theresa with Joseph II as Child
    • Portrait of the Holy Roman Emperor Francis I. (1708-1765)
  • Top-ranked work: Maria Theresa with Joseph II as Child
  • Died: 1770

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wer war Martins väterlicher Vater?
Frage 2:
In welcher künstlerischen Stilrichtung arbeitete Martin van Meytens hauptsächlich?
Frage 3:
Für welches Reich wurde Martin van Meytens als Hofmaler eingesetzt?
Frage 4:
Martin van Meytens bekannteste Tätigkeit war die Darstellung von:
Frage 5:
Maria Theresia von Österreich unterstützte Martin van Meytens besonders durch:

Martin van Meytens der Jüngere: Ein Leben in Porträts

Frühes Leben und Familienhintergrund Martin van Meytens der Jüngere wurde 1695 in Stockholm geboren und folgte den Fußstapfen seines Vaters, Martin van Meytens der Ältere. Sein Vater hatte sich um 1677 von Den Haag nach Schweden bewegt und damit eine solide künstlerische Ausbildung erhalten. Diese frühe Ausbildung wahrscheinlich in seiner Familienwerkstatt und vermittelte ihm eine Grundlage in künstlerischen Techniken – ein entscheidender Vorteil für seine spätere Karriere. Künstlerische Entwicklung und Einflüsse Die Jugend von Martin van Meytens der Jüngere wurde geprägt durch umfangreiche Reisen nach London, Paris und Italien (Rom & Turin). Diese Begegnungen mit verschiedenen künstlerischen Stilen erweiterten seinen Horizont und beeinflussten sein Werk nachhaltig. Er begann seine künstlerische Tätigkeit zunächst mit Enamel-Miniaturporträts, bevor er um 1730 zu Ölgemälden überging – eine strategische Entscheidung, die ihm ermöglichte, sich einem breiteren Publikum zuzuwenden und seinen Stil weiterzuentwickeln. Ein wichtiger Einfluss war zweifellos die italienische Barockkunst, insbesondere die Werke von Rubens und Caravaggio, deren dramatische Komposition und Verwendung von Licht und Schatten sein künstlerisches Auge prägten. Auch der Stil seines Vaters spielte eine Rolle in seiner frühen Entwicklung und verstärkte dessen Interesse an klassischen Formen und Ausdruckskraft. Karriere als Hofmaler in Wien Im Jahr 1715 ließ sich Martin van Meytens der Jüngere in Wien nieder und etablierte sich innerhalb einer lebendigen künstlerischen Gemeinschaft. Diese Stadt bot ihm nicht nur eine hervorragende Förderung durch die hohe Gesellschaft, sondern auch Zugang zu wichtigen Auftraggebern und Kunstinstitutionen. Sein Aufstieg zum Hofmaler erfolgte 1732 und stellte einen entscheidenden Wendepunkt dar – er erhielt eine prestigeträchtige Position, die ihm ermöglichte, zahlreiche bedeutende Werke zu schaffen und seinen Namen in die Geschichte einzutragen. Besonders hervorzuheben ist seine Zusammenarbeit mit Maria Theresia von Österreich, einer außergewöhnlich unterstützenden Fördererin der Künste und Wissenschaften. Unter ihrer Führung wurde er Direktor der Wiener Akademie der Bildenden Künste im Jahr 1759 und prägte damit maßgeblich die Entwicklung der österreichischen Kunstszene. Er dokumentierte eine Epoche und etablierte einen neuen Stil für königliche Porträts. Wichtige Werke und künstlerischer Stil Martin van Meytens der Jüngere hinterließ ein beeindruckendes Oeuvre, das zahlreiche Meisterwerke umfasst – darunter ikonische Porträts von Marie Antoinette und Franz I., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches sowie zahlreiche Mitglieder der österreichischen Aristokratie. Sein Stil zeichnete sich durch eine außergewöhnliche technische Präzision aus und wurde geprägt von einer tiefen Kenntnis der klassischen Tradition und einem ausgeprägten Sinn für Dramatik. Er verwendete häufig Ölfarbe auf Leinwand und arbeitete mit einer hohen Detailtreue und einem beeindruckenden Einsatz von Licht und Schatten – Techniken, die ihm ermöglichten, die Persönlichkeit seiner Modelle auf einzigartige Weise einzufangen und ihre soziale Stellung zu würdigen. Seine Werke finden sich heute in renommierten Museen weltweit und sind ein unverzichtbarer Bestandteil des europäischen Kunstgeschichte. Er starb 1770 in Wien und hinterließ eine beeindruckende künstlerische Nachlässe.