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Alan Wilson Watts (6. Januar 1915 – 16. November 1973) war ein englischer Schriftsteller, Redner und selbsternannter „philosophischer Unterhalter“, der die östliche Philosophie im Westen bekannt machte. Seine Arbeit ist bis heute tiefgreifend einflussreich.
Geboren in Chislehurst, Kent, England, war Watts’ frühes Leben von einer Faszination für östliches Denken geprägt. Er entwickelte bereits als Schuljunge Interesse an Buddhismus und trat dem Buddhist Lodge bei. Diese anfängliche Auseinandersetzung löste eine lebenslange Erkundung verschiedener spiritueller Traditionen aus.
Watts zog 1938 in die Vereinigten Staaten und setzte dort sein Studium fort, wobei er schließlich einen Master-Abschluss in Theologie vom Seabury-Western Theological Seminary erhielt. Er wurde Episcopal Priester, verließ aber nach einigen Jahren den Dienst, um sich ganz dem Schreiben und Vortragen zu widmen.
Watts war kein traditioneller akademischer Philosoph; er präsentierte komplexe Ideen auf zugängliche und ansprechende Weise. Er betonte die Bedeutung direkter Erfahrung und Intuition gegenüber Dogmen.
In den 1960er Jahren wurde Watts zu einer prominenten Stimme der aufkommenden Gegenkulturbewegung. Seine Vorträge und Schriften fanden Anklang bei denen, die nach alternativen Lebensweisen und spirituellem Verständnis suchten.
In seinen späteren Jahren schrieb, las vor und nahm Hörbeiträge auf. Seine Arbeit erlebte nach seinem Tod einen Wiederaufschwung, dank der breiten Verfügbarkeit seiner Aufnahmen im öffentlichen Rundfunk und, neuerdings, auf Online-Plattformen wie YouTube und Spotify.
Alan Watts gilt als eine zentrale Figur bei der Verbindung zwischen östlichem und westlichem Denken. Sein Beitrag war nicht nur eine Übersetzung, sondern auch eine kreative Synthese, die bei einer Generation Anklang fand, die konventionelle Normen in Frage stellte.
1915 - 1973 , Vereinigtes Königreich
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