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Installation Art
Installation
Contemporary Art
2018
Contemporary
690.0 x 270.0 cm
Museum of LondonGiclée- oder Leinwanddruck in Museumsqualität mit schneller Produktion und flexiblen Veredelungsoptionen. ( Handgemalte Reproduktion bestellen
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Opening the Air
Format der Reproduktion
In the evocative installation Opening the Air, artist Jyll Bradley invites the viewer into a contemplative space where the boundaries between the physical and the ephemeral begin to dissolve. Created in 2018, this expansive work—stretching an impressive 690 x 270 cm—functions as a profound meditation on presence and absence. At first glance, the eye is drawn to the rhythmic arrangement of translucent, yellow plastic spheres scattered across the warmth of a wooden floor. These objects, though seemingly simple in their material composition, act as luminous anchors within the vastness of the installation, catching the light and casting soft, amber-hued shadows that dance across the grain of the timber.
The brilliance of Bradley’s approach lies in her ability to utilize the language of minimalism to evoke deep emotional resonance. By stripping away the unnecessary, she focuses our attention on the subtle interplay of color, light, and texture. The vibrant, citrusy yellow of the objects provides a striking contrast to the organic, grounded tones of the wooden surface, creating a visual tension that is both playful and deeply serene. It is an artwork that demands a slow gaze, rewarding the observer with a sense of discovery as they trace the path of each sphere through the composition.
Beyond its striking visual impact, Opening the Air serves as a complex exploration of identity and environmental connection. Bradley, whose practice is deeply rooted in the relationship between the individual and their surroundings, uses these scattered elements to suggest a moment frozen in time—as if a sudden breath or a gust of wind has just passed through, leaving these bright remnants behind. The title itself suggests a rupture, an opening of a portal that allows the intangible "air" to interact with the tangible world. Each yellow orb becomes a symbol of vitality and light, punctuating the stillness of the space.
For the collector or interior designer, this piece offers more than mere decoration; it provides a focal point for intellectual and emotional engagement. The sheer scale of the work allows it to command a room, transforming a gallery or a private residence into a sanctuary of thought. The way the light interacts with the semi-transparent surfaces creates an ever-changing atmosphere, making the artwork feel alive and responsive to its environment. It is a masterful example of how contemporary installation art can bridge the gap between the abstract and the experiential, offering a sense of peace and wonder to all who encounter it.
Geboren 1966 in der Küstenstadt Folkestone, hat Jyll Bradley eine künstlerische Praxis entwickelt, die an der feinen Schnittstelle zwischen formaler Strenge und tiefer emotionaler Resonanz existiert. Ihr Weg als Künstlerin ist geprägt von einem kontinuierlichen Dialog zwischen dem Selbst und der Umwelt – ein Streben, das bereits während ihrer prägenden Jahre am Goldsmiths College und der Slade School of Fine Art begann. Im Laufe einer über drei Jahrzehnte währenden Karriere hat sich Bradley zu einer wesentlichen Stimme der britischen zeitgenössischen Kunst entwickelt. Sie ist bekannt für ihre Fähigkeit, komplexe Erzählungen über Identität, Gemeinschaft und Erinnerung in immersive physische Erfahrungen zu destillieren. Ihr Werk nimmt nicht einfach nur Raum ein; es hinterfragt ihn und lädt die Betrachter dazu ein, ihre eigene Beziehung zu jenen Landschaften – sowohl den wörtlichen als möglichen psychologischen – zu überdenken, die sie formen.
Die frühen Phasen von Bradleys Karriere waren durch mutige Experimente mit Medium und Licht gekennzeichnet. In den späten 1980er Jahren wurde sie im Vereinigten Königreich zu einer Pionierin, indem sie fotografische Leuchtkästen – ein Format, das normalerweise der Straßenwerbung vorbehalten ist – als legitimes künstlerisches Ausdrucksmittel adaptierte. Diese Entscheidung war mehr als eine technische Innovation; sie war eine konzeptionelle Brücke zwischen der Vergänglichkeit des städtischen Lebens und der Beständigkeit der bildenden Kunst. Indem sie das Licht als primären Protagonist nutzte, begann Bradley zu erforschen, wie Beleuchtung Objekte und Ideen in den gegenwärtigen Moment rücken kann – ein Thema, das ihrer Praxis bis heute zentral bleibt. Diese frühen Erkundungen von Licht und Transparenz legten den Grundstein für ihre späteren, weitläufigeren skulpturalen Installationen, die oft Materialien wie fluoreszierendes Plexiglas verwenden, um leuchtende, ätherische Umgebungen zu erschaffen.
Mit der Weiterentwicklung ihrer Praxis weitete sich Bradleys Fokus vom Einzelbild hin zur Erschaffung ganzer Welten aus. Ihr Werk bewegt sich häufig über die Galeriewände hinaus in den öffentlichen Raum, wo sie groß angelegte Projekte realisiert, die als Orte kollektiver Sinnstiftung fungieren. Eine ihrer am meisten gefeierten Errungenschaften ist die Installation Green/Light (for M.R.), die für die Folkestone Triennial 2014 geschaffen wurde. Dieses ehrgeizige Werk nutzte das Gelände einer stillgelegten Gaswerk-Anlage, um persönliche Geschichte und lokales Erbe miteinander zu verweben. Durch eine komplexe Struktur aus Holzpfählen und Drahtarbeiten, die an einen traditionellen Kentischen Hopfgarten erinnern, verwandelte Bradley einen überflüssigen Industrieraum in ein schimmerndes, reflektierendes Heiligtum, das sowohl ihre Wurzeln in der Kindheit als auch ihre Identität als Erwachsene ehrte.
Dieses Engagement für das „Place-making“ ist ein Markenzeichen ihres Œuvres. Ob durch die Schaffung von „Erinnerungsräumen“ – intime Galerieinstallationen, die ihr umfangreiches Archiv an Selbstporträts nutzen – oder durch großformatige öffentliche Skulpturen wie The Hop für die Hayward Gallery: Bradley sucht stets danach, ein Gefühl der Zugehörigkeit zu fördern. Ihre Arbeit integriert oft Elemente von Performance und Film und arbeitet teilweise mit Komponisten zusammen, um multisensorische Landschaften zu erschaffen, die Themen wie Queerness, Kultivierung und die Fluidität der Zeit widerspiegeln. In diesen Räumen löst sich die Grenze zwischen dem Beobachter und dem Beobachteten auf und lässt den Betrachter durch eine Landschaft navigieren, in der das Persönliche universell wird.
Die Bedeutung von Jyll Bradleys Beitrag zur zeitgenössischen Kunst liegt in ihrer Weigerung, das Ästhetische vom Sozialen zu trennen. Ihre Fähigkeit, die karge, disziplinierte Sprache des Minimalismus mit den tief menschlichen Anliegen von Identität und Gemeinschaft zu vereinen, hat ihr internationale Anerkennung eingebracht. Ihre Werke befinden sich in prestigeträchtigen Sammlungen wie der Government Art Collection im Vereinigten Königreich, der Walker Art Gallery in Liverpool und der National Library of Australia, was von ihrer dauerhaften Relevanz über Grenzen hinweg zeugt.
Mit Blick auf die Zukunft treibt Bradley die Grenzen ihrer multidisziplinären Praxis weiterhin voran. Mit bevorstehenden Ausstellungen in Institutionen wie der Whitechapel Gallery und dem Foundling Museum bleibt sie eine vitale Kraft in der Evolution der Installationskunst. Ihre Karriere dient als Beweis für die Macht der Kunst, als kraftvoller Versammlungsort zu fungieren – als eine leuchtende Schwelle, an der Geschichte, Licht und menschliche Verbindung zusammenfließen.
1966 - , Vereinigtes Königreich
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